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Eine Geschichte über die Glasherstellung

Veröffentlicht am3 Jahre vor by
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Die Glashütte Moser in Westböhmen  produziert ausschließlich handgefertigtes Kristallglas ohne Blei. Die Glashütte wurde bereits im Jahr 1857 im weltberühmten Kurort Karlsbad gegründet. Schon 20 Jahre danach wurden die königliche Häuser mit Glas aus der Glashütte beliefert. Die Kristallglas Produkte von Moser wurden dank ihrer einzigartigen Schönheit, Qualität und der Vertrauenswürdigkeit der Marke Moser zu einem Symbol der Anerkennung und Auszeichnung von außergewöhnlichen Persönlichkeiten der ganzen Welt.

In Tschechien wird das Glas traditionell durch das Blasen eines Glaskolbens in eine zweiteilige Einblasform aus Holz geformt. Die Einblasform verhilft dem Glas zu seiner Gestalt. Die meisten Formen kann man gar nicht ohne Einblasform herstellen.

Jedes Glasmenge beinhaltet die gleichen Ausgangsmaterialien: Silicium Oxid, Natriumoxid und Kaloxid. Das Verhältnis und die Zusammensetzung der Zusatzstoffe halten die Eigentümer der Glashütten natürlich streng unter Verschluss. Geheimnis kennt nur der Hüttenmeister und die Besitzer der Glashütte. Dem Gemenge werden Scherben beigegeben. Sie stellen ein Drittel des Volumens des Gemenges dar. Die Glasmasse wird in einen auf 1340 Grad Celsius erhitzten Ofen eingelegt. Der Ofen wird in zwei Arbeitsgängen bestückt, damit die Glasmasse gut durchschmelzen kann. Der Schmelzvorgang ist heutzutage von einem Computerprogramm gesteuert, kommt aber nicht völlig ohne Eingriffe durch den Hüttenmeister aus. Es ist nicht nur eine Legende, dass Schmelzvorgang bei Sturm anders verläuft als bei sternenklarer Nacht.
flüssiges Glas auf Glaspfeife

Der Hüttenmeister muss nicht nur ein hervorragender Technologe sein, sondern auch ein bisschen Alchimist. Der Schmelzvorgang dauert mehrere Stunden und irgendwann in der Nacht ist dann beendet, sodass ein neues Gemenge bis zum Morgen auf die richtige Arbeitstemperatur herunterkühlt.


Jetzt gehen die Glasbläser ans Werk. Deren größter Helfer ist schon seit der Zeit der Phönizier die Glasmacherpfeife. Dieses Rohr mit einem Mundstück hat unterschiedliche Durchmesser und Längen, die meist benutzte ist jedoch etwa 150 cm lang. Für kleinere Gegenstände werden kürzere Pfeifen verwendet. Das Endstück der Pfeife, der sogenannte Nabel, muss aus einem speziellen Material hergestellt sein, das nicht mit dem Glas reagiert. Eisen würde das Glas z.B. grün verfärben. Vor dem eigentlichen Blasvorgang muss der sogenannte Köbelmacher (Kerbelmacher) eine kleine Menge Glas entnehmen und bläst es zu einer kleinen Glasblase, Köbel. Den taucht es wieder in den Ofen ein und entnimmt damit endgültige Menge der Glasmasse, die für Herstellung benötigt wird. Die entnommene Glasmasse wird in eine Form geblasen. Für kleinere Gegenstände ist eine höhere Temperatur im Ofen notwendig, deshalb werden sie gleich am Morgen gemacht. Die größeren Stücke kommen erst später an die Reihe, wenn der Ofen nach und nach abkühlt. Die Kunstwerke aus dem Kristall entstehen nicht nur durch Kraft. Das notwendigste ist natürlich auch handwerkliches Geschick und die Zusammenarbeit.

Vase Herstellung

zweiteilige Einblasform aus Holz

drehen des Glaskörpers

Das Glas muss langsam abkühlen. Damit dieser Prozess richtig abläuft, wird jedes Stück in einen Kühlofen eingelegt. Dickwandige Stücke werden bei 450 Grad Celsius gekühlt und das ganze Prozess kann bis zu 30 Stunden dauern. Dünnwandige Stücke, wie Trinkgläser werden bei 415 Grad abgekühlt. Und der Prozess dauert nur wenige Stunden.

Nach dem Herausnehmen aus dem Kühlofen sind die Werkstücke noch etwas unförmig. Es ist noch ein langer weg bis die Produkte zu ihrer wahren Schönheit erwachen. Zunächst muss das Werkstück von den überschüssigen Glasresten befreit werden. Das geschieht in der Absprenganlage. Die Gläser werden mit einem Diamantenkopf angeritzt und die Flammen sorgen für den Rest. Die Werkstücke, die eine unregelmäßige Form haben, kommen nicht in die Absprenganlage. Die werden entweder in Handarbeit oder mit spezieller Säge abgeschnitten. Der nächste Schritt ist schleifen. Auf einer horizontale Scheibenschleifmaschine werden dann die Kanten geschliffen. Die Scheibe besteht aus Gusseisen und Siliciumcarbid und darauf fließt das Wasser mit Schleifmittel.

Nach dem Arbeitsvorgang Schleifen können die Gläser und andere Glasprodukte noch von dem Glasschleifer „verbessert“ werden. Aber zuerst müssen die Muster auf dem Glas aufgezeichnet werden. Die Schnitte haben verschiedene Tiefen und Breiten und die Kombination von deren ist ein wunderschönes Spiel aus Licht und Farben.

Die Schönheit des Glases kommt vor allem von den Menschenhänden.

Danach sind die Gläser voll von Staub und ohne Glanz. Deswegen kommen sie ins Bad. Es wird warm und äußerst wirksam.  Das Bad besteht aus mehreren Phasen. Nach dem Bad kommt weitere Veredelung – das Mattieren. Das ist eine ausgesprochen feine und liebevolle Arbeit. Wenn notwendig ist, einen feineren Schliff in einem schwierigen, sehr feinen Dekor zu erzielen, werden Diamant – Schleifscheiben verwendet. Dann nur polieren und Glas ist fast versandfertig.

fertige Gläser

Entstanden aus Sand, Feuer und durch menschliches Geschick.

Die Glasmacher sind die wahren Meister der Arbeit aus der freien Hand… Aus Kristall können sie so gut wie alles fertigen.

Aber davon mehr ein anderes Mal… 

Die Ergebnisse der Glasmeisterschaft kannst Du auch bei uns in Kategorie Gläser finden ;-) 

Falls Du auch live sehen möchtest wie vielleicht auch deine Gläser entstanden sind, schau dir das Video Glasgeheimnis an.

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